Emotionen vs. Gefühle - Warum Emotionen und Gefühle nicht ein und das Selbe sind und welchen Einfluss sie auf die Gesundheit haben

Immer wieder fällt mir auf, dass Emotionen und Gefühle miteinander gleichgesetzt werden. Durch diesen Irrtum, Emotionen und Gefühle seien ein und das Selbe, kommt es oft zu verkehrten (Selbst-) Einschätzungen und Interpretationen bestimmter Situationen, die gleichzeitig auch Auswirkungen auf unseren Gemütszustand und damit auch auf unsere Gesundheit haben.

 

Der grundlegende Unterschied

 

Anders als Emotionen werden Gefühle –und zwar grundlos – immer von Dir selbst erschaffen. Da Du sie durch Dich selbst erlebst und erfährst, bist Du ihr eigenverantwortlicher Schöpfer. Du führst eine schöpferische Aktion aus.

 

Emotionen hingegen, sind immer Reaktionen auf eine bestimmte Situation und haben mit Aktionen im schöpferischen Sinne wenig zu tun. Man könnte sie quasi als Reflexe auf Impulse von Außen beschreiben, wie durch Faktoren wie Bedürfnisse, Widerstand, Bewertungen, Überzeugungen und anderen Gedankenkonstrukten.

 

Mal ein einfaches Beispiel: Stell Dir vor Du stehst an der Kasse in einem Supermarkt und Du bist in Eile. Die Schlange ist lang und zu guter Letzt steht vor Dir eine alte Dame die etwas länger braucht um den Betrag aus ihrem Portmonaie zu sammeln. Vielleicht bleibst Du ruhig und total gelassen, ich selbst aber habe mich schon dabei beobachten können, wie mich solche Situationen triggern und bestimmte Reaktionen in mir auslösen. Zum Beispiel indem ich innerlich richtig hoch fahre, ungeduldig werde und anfange über die Person vor mir zu meckern. Das ging manchmal so weit, dass ich mich noch Minuten danach über die Situation ärgerte und aufregte.

 

Reine Energieverschwendung!

 

Denn Emotionen lösen immer nur einen kurzen Energiekick aus, der aber schnell wieder abfällt, weil der Aufwand um dieses Energielevel hoch zu halten, viel zu groß ist. Emotionen verbrennen also vielmehr Energie als sie produzieren.

 

Ein extremes Beispiel, wie Emotionen im schlimmsten Fall wirken können, sind Depressionen. Sie sind oft das Resultat einer problemorientierten Denkart, wodurch der Energieverbrennungswert auf Dauer extrem hoch ist und für den gesamten Organismus schädlich wird.

 

Echte Gefühle hingegen, erzeugen langfristig viel mehr Energie als sie verbrauchen, wodurch der Mensch ein viel höheres Energieniveau erreicht und dauerhaft gesund bleibt.

 

CA. 99 % ALLER GEFÜHLE SIND IN WAHRHEIT EMOTIONEN

 

Wie der Name schon verrät (E-Motion = Energy In Motion = Bewegte (Gedanken-)Energie) sind Emotionen immer sehr aufwühlend und bewegend, wodurch es auch einen hohen Energieaufwand braucht, um sich selbst wieder zu besänftigen. Das kann in bestimmten Situationen für den Menschen sehr schädigend sein.

 

Emotionen besitzen nämlich die Eigenschaft, sich an Momente, Probleme und Erfahrungen zu klammern, die den Menschen sein eigenes Drama immer und immer wieder durchleben lassen, bis es für ihn selbst zur Sucht geworden ist.  Dieses „Festhalten am Drama“ wird zu einer Art künstlichen Kick, um sich irgendwie noch lebendig zu fühlen.

 

Anthony Robbins zum Beispiel, ist einer der weltweit führendsten Experten für Persönlichkeitsentwicklung und bestätigt, dass das „Festhalten am Drama“ die größte menschliche Sucht weltweit ist.

 

Vergangene Geschehnisse sind also auch Trigger für emotionale Reaktionen, wodurch man sehr leicht in der Vergangenheit stecken bleiben kann und immer wieder ähnliche Erlebnisse erlebt. Wie ein Karussell aus dem man nicht aussteigen kann und sich alles ständig wiederholt.

 

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen ist der erste und wichtige Schritt, um unterscheiden zu können, ob es sich nun um ein Gefühl oder eine Emotion handelt, sich selbst in einer bestimmten Situation zu fragen: „Aus welchen Grund fühle ich gerade das, was ich fühle?“

 

Ist die Antwort nicht: „Weil ich mich dazu selbst entschieden habe, so zu fühlen“, ist das ein Hinweis auf eine Emotion.

 

Es geht hier also um Bewusstseinsarbeit, indem man anfängt sich selbst zu beobachten. Denn in jedem Moment liegt die freie Wahl, wie man mit einer aufkommenden Emotion umgehen möchte. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst, ob man sich durch sie beeinflussen lassen möchte, oder ob man ihr mit und im Gefühl begegnet und sich von ihr unbeeinflusst lässt.

 

Hier einige Inspirationen, wie Du das praktisch umsetzen kannst:

  1. Was immer Du tust und was Du erlebst, nimm einen tiefen guten Atemzug und beobachte Dich
  2. Nimm die aufkommende Emotion zu einer bestimmten Situation ganz bewusst wahr
  3. Triff die freie Wahl, ob Du so reagieren möchtest
  4. Entscheide Dich immer öfter, ob und welche Emotion Dich beeinflussen darf

Wenn Dir das zu schwer fällt, mache Dir erstmal Deine Verhaltensmuster bewusst:

  • Gegen welche Gefühle hast Du einen Widerstand?
  • Welche Deiner Gedanken beruhigen Dich?
  • In welchen Situationen kannst Du keine freie Wahl treffen, wie Du Dich fühlen möchtest und wieso ist dem so?

Wenn Du dabei Hilfe brauchst, weil es Dich herausfordert und/ oder Du Dir unsicher bist, melde Dich gerne bei mir, indem Du mir zum Beispiel eine E-Mail  an alinehawighorst@namaste-potsdam.de schreibst.

 

Fassen wir also nochmal kurz den Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen zusammen…

 

Gefühle:

  • Sind erfüllender / schöpferischer Natur
  • Nachhaltig
  • Langfristig
  •  Energiefördernd 
  • Gesundheitsfördernd

Emotionen:

  • Keine schöpferische Aktion/ Trigger-Reaktionen
  • Explosiv
  • Kurzfristig
  • Energieverbrauchend
  • Krankheitsfördernd

 

In diesem Sinne

 

ICH BIN IM MITGEFÜHL MIT MEINEN EMOTIONEN

 

Bewusste Grüße

 

Aline Hawighorst

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